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Die Wüste lebt...

Letztens habe ich eine Dokumentation  "Die Wüste lebt" gesehen. Sie beginnt mit einer Einstellung, in der erklärt wird, dass die Wüste früher der vor Leben wimmelnde Boden eines flachen Meeres war. Durch ungünstige plattentektonische Verwerfungen erreicht nun kein Regen mehr diese riesige Fläche des Kontinents.

Trotz schwieriger Bedingungen tobt auch hier das Leben. Zwar in anderen Zyklen, jenseits der prallen Verschwendung der warmfeuchten Äquatorbereiche. Aber eben effektiv, beharrend und einer strengen inneren Logik folgend. Nicht schön und begehrenswert, sondern hart und zuweilen Dinge nutzend, die von Natur aus nicht als Lebensgrundlage dienen können.

Aber auch hier ist das Leben vielfältig, interessant und vor allem lebenswert.

Ich lebe seit knapp einem Jahr in der Wüste. Nicht weil ich musste. Ich habe mich frei dafür entschieden. Das Leben an den Futterstellen habe ich immer als ein Leben ohne eigenen Platz, ohne wirkliche Freiheit empfunden. Die Räume, in die ich mich entwickeln konnte, waren immer die Räume, die mir andere gelassen oder zugewiesen haben. Hatte man einen Platz gefunden, muss man den Takt halten und mitstrampeln. Ich habe mich eingelassen, weil ich dachte, ich muss es - in der Hoffnung beim nächsten Platzwechsel die Freiheit zu erhalten, mein Leben selbst gestalten zu können.

"Du kannst alles erreichen, wenn du nur hart genug arbeitest."

Ja klar...

Nun habe ich mich entfernt von den Futterstellen. In die Wüste - in die Altmark. Erstmals umspült mich Raum, Ruhe, Freiheit - fernab der Hektik des engen digitalen Horizontes.

Dünne Lebensadern durchqueren die Weite.

Das wenige Leben erscheint kostbarer. Überschaubarkeit des Seins statt der Verführung des Konjunktivs - und am Ende dann das Gefühl eines selbst bestimmteren Lebens.

Ist das Leben nicht ein stetes Versuchen? Was, wenn das Versuchen so riskant wird, dass man davor zurückschreckt. Lebt man dann noch? Die wahre Wüste scheint woanders zu sein. 

 

9.3.16 10:35
 
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